13.06.11

16.6.11 Skagway und Bahnfahrt

6 Uhr, Blick aus Fenster – auf die Sapphire Princess am Anleger in Skagway. Wir sind da. Schnell in Jeans springen und gucken gehen. Beim Festmachen ist mal Lärm unter unserer Kabine.
Um 7 Uhr wird das Schiff schon freigegeben, wir sind um 9 raus zum Bummeln durch den Ort.
Wir liegen am Anleger Broadway, das ist die Verlängerung der Hauptstraße, zentraler geht nicht. Der Anleger auf der Webcam ist weiter drüben. Das ist jetzt der dritte Hafen (von 3 :-), wo die Zaandam den besten, zentralsten Anlegeplatz hat. So war es auch auf unserer allerersten KF mit der Melody.
Die eine Hauptstr., der Broadway, ist voller Läden, meistens Schmuck, alles schön im „alten“ Stil von damals, tolle Fotomotive, da das Wetter auch mitspielt. Man kriegt ein bisschen das Gefühl, wie es damals ausgesehen haben könnte. Eigentlich ist es ein großes Museum. In den Straßen dahinter ist es sehr ruhig und friedlich, auch flach hier unten. Wir bummeln und shoppen ein bisschen. Gleich am Anfang steht eine Lok mit einem Schneepflug vorne dran, schon beeindruckend.
Um halb 12 gehen wir schon zum Mittagessen, denn wir sollen für die Zugfahrt um 12:30 draußen sein. Die Schiene beginnt, wo das Schiff aufhört... grob gesagt. Diesen Ausflug haben wir über das Schiff gebucht, das waren genau 7$ Unterschied. Zwei Wagen waren für Zaandam reserviert. Wir setzten uns links, hier machten wir es richtig.
Der ganze Bahnausflug dauert von 12:45 bis 15:45 und ist absolut empfehlenswert.
Bevor es aber los geht, gibt es – was wohl? - eine Sicherheitsbelehrung. Man soll sich festhalten, da der Zug ja anfahren und bremsen müsste, könnte es ja ruckeln... die spinnen, die Amis...





45 Minuten dauert die Fahrt hoch. Aussichten in Täler, auf die Bahn in den Kurven, Brücken, klasse. Man darf draußen auf die Plattform, allerdings hört man da die Erklärungen nicht. Trinkwasser steht zur Verfügung.
Die Trasse hatte eine Bauzeit von 2 Jahren, es waren 35000 Arbeiter beteiligt; es gab nur 35 Tote in dieser Zeit. Wenn man sich manche Stellen ansieht, weiß man, dass das wenig ist....
Oben angekommen findet das statt, was der Zugbegleiter als „most dangerous part of the trip“ bezeichnet: der summit shuffle. Da wird umgestiegen. Rechts tauscht mit links und die Lehnen werden auf die andere Seite geklappt, ganz easy.
Während der Fahrt nach unten habe ich eher draußen gestanden, denn ich hatte auf der Fahrt hoch die Erklärungen gehört. Da war außer mir nur noch ein anderer Mann, dem vom Wind die Kappe wegflog. Es war absolut verboten, von einem Wagen auf den anderen zu klettern, da ist ja nur ein schmales Stück wackelnde Plattform dazwischen. Aber er sah seinen Hut noch auf dem anderen Wagen liegen, krabbelte unter den Ketten durch, grade im Moment, als wir in einen Tunnel fuhren, ich dachte, ich krieg die Krise, er kam im Dunkeln mit seiner Kapp wieder zurückgekrabbelt, und als es hell wurde, war er wieder da. Boah, das war ein Adrenalinstoß. Als er das nächste Mal raus kam, war er vorsichtshalber „oben ohne“.
Es war eine tolle Fahrt, der Zug-Erklärer sagte, es war heute der bisher beste Tag in diesem Jahr.
Nach der Zugfahrt nochmals ein bisschen bummeln, bei diesem Sonnenschein muss man draußen sein! Skagway hat ca. 900 Einwohner; im Sommer dürften es etwas mehr sein.
Für das Abendessen haben wir uns von Toto überreden lassen, dass wir doch um 17:30 schon kommen sollen, dann würden wir auch einen Zweiertisch bekommen. Toto kennt uns schon mit Kabinennummer. Essen war prima, ruhig, gemütlich, wir waren um 19 Uhr fertig. Aber doch eindeutig zu früh. Morgen gehen wir später, ist auch formal, egal, wie lange wir warten müssen.
Um 20 Uhr war als Showprogramm ein Zauberer, wir waren aber lieber draußen, die Abfahrt (schon wieder eine halbe Std. früher um halb 9) und danach war traumhaft. Es war kaum einer draußen! Wir hielten es lange hinten draußen neben dem Pool aus, viel schöne Landschaft und noch Sonne bis ca. 22:30.
Falls irgend jemand traurig sein sollte, dass er/sie nicht nach Alaska kommt: Es ist irgendwie wie Norwegen, Berge und Wald bis ans Wasser, schmal, hoch, oben Schnee...
In der Kabine finden wir die Info für die Landtour hinterher mit den Kofferanhängern. Das interessiert uns aber heute noch gar nicht.
Heute war absolut keine Zeit für Computer oder Internet!

Tierausbeute bisher:
Montag 1 Wal
Dienstag 1 Delfin Axel
Mittwoch viele Adler
Donnerstag 1 Schwarzbär kurz vor und neben dem Zug
und morgen vielleicht Wale?

12.06.11

18.6.11 College Fjord, noch mal ins Eis!

18.6.11 Seetag, Prince William Sound, College Fjord
Von 17 – 20 Uhr sind wir im College Fjord. Also haben wir nach dem Frühstück zuerst mal für das Abendessen um 19:45 reserviert, vermutlich werden wir einen 2-er Tisch bekommen. Sind ja inzwischen bei Toto gut bekannt.

Angebote heute z.B.: mittags ein Lauf für einen guten Zweck, Eisfiguren werden geschnitzt, wie macht man Brot-Tiere, Trivia, irgendwas basteln, Foto workshops bzw. Hilfe, eine lange Liste beim Sport/Wellness, Vortrag über die Entdeckung Alaskas, und einen vom Umweltoffizier über die Umweltverträglichkeit. Sowas gabs bei der Milli auch. Und Ausschiffungsinfos für „normale“. Gestern Abend haben wir festgestellt, dass wir nachmittags eine Info für die Cruisetour gehabt hätten. Aber für die Infos haben wir uns gestern noch gar nicht interessiert!!!
Man kann DVDs kaufen, eine für 35$, gestaffelt bei mehreren.
Heute ca. 12° und wolkig mit Lücken für die Sonne.
Gefrühstückt mit Blick auf weit entfernte sonnenbeschieneneSchneeberge, schönes glattes Wasser. Jetzt könnte man noch eine Woche dranhängen...
Dann mal ein paar Runden Hundespaziergang... 4 Runden = 1 mile. Bei der zweiten Runde sprangen 2 Delfine, bei der 4. Runde fünf. Sie sehen so richtig fröhlich aus, wenn sie springen.
Von 10-11 schon mal überlegt, was wir wohin packen.
Von 11-13 und von 15-17 Uhr ist der Tourguide an seinem Platz, der noch ein ausgefülltes Formular von uns bekommt. Zu jeder Zeit in der Zeit war eine ätzende Schlange. Also probieren wir es am Schluss zum vierten Mal. Brauchen wir hier gar nicht abgeben, sondern erst morgen, bei Hillary.
Bei den Fotos kommt man gar nicht durch, die Amis kaufen alle ein. Axel findet sie nicht so gut, ich finde nicht so gut, dass sie zusammengetackert sind, da sind ja dann Löcher drin. Preis 20 $ pro Foto, mit Nachlass bei mehreren.
Wir sind dann in Crows Nest, ich habe ein paar Fotos in den Computer übertragen, während wir in den Prinz William Sound reingefahren sind. Einfach nur tolle Aussicht!
Nach dem Essen kurze Mittagsruhe; es gibt so viel Landschaft da draußen zu gucken, da dürfte man überhaupt nicht weggucken, aber irgendwann muss man auch mal Pause machen. Gestört durch die Zimmerboys, die den Gästefragebogen persönlich abgeben wollten. Hier ist der Fragebogen nicht pro Kabine, sondern jede Person bekommt einen mit eingedrucktem Namen. Am Ende wollen sie sogar wissen, was man brutto verdient..
Eben haben wir zum ersten mal gehört, dass wir unter der Promenade wohnen. Oben war der Lauf, da sind ein paar Leute mal etwas heftiger aufgetreten, so dass man es hört. Stört aber nicht.
Bevor wir wieder raus gehen, schmiere ich mich zum zweiten mal ein, war doch gestern etwas gerötet, aber die Sonne ist weg. Schön aussehen tut es draußen trotzdem. Er macht rechtwinklige Kurven, wahrscheinlich ist die Schiffsroute genau festgelegt. Zuerst grade rein in den Sound, dann oben scharf nach links abgebogen, grade nach links bis er fast gegen einen Berg fährt, dann wieder rechts. Wir sitzen auf dem Promenadendeck, Beine eingepackt, meine Finger kalt, ich tippe. Urlaub!!!
Jemand meinte eben, weit weg wäre ein Orca gewesen. Fernglas ist in Kabine...
Bis halb 5 getippt, dann fertig machen für die nächsten Gletscher.... Unpraktisch, wenn man ganz vorne steht und feststellt, dass man die Sonnenbrille bräuchte, die ganz hinten in der Kabine ist. Da kann man dann gleich eine Jacke zuviel da lassen...

Vorher bei der Fahrt drauf zu hat der Cruisedirektor ein paar Dinge erzählt, aber viel war es nicht. Macht nix. Links waren 4 oder mehr, ganz hinten der große heißt Harvard Gletscher, rechts daneben ist der Yale , der ist aber schon etwas zurück. 
Wir haben etwa eine Stunde vor dem Gletscher verbracht. Währenddessen waren die Leute von der ersten Sitzung beim Essen, das ist sowas von unpraktisch! Das Schiff stand praktisch quer davor im Eis. Es war richtig still, man hörte das Wasser, die Leute waren ziemlich ruhig (wir waren wieder vorne auf dem Schiff), richtig klasse Stimmung. Es gab wieder Postkartenfotos. Einfach nur gigantisch, ein Gletscher neben dem anderen.

Viele Seeotter gibt es dort, da hat der „Frühaufsteher“ von gestern nicht zu viel versprochen. Vor 19 Uhr hat er langsam vorsichtig gedreht und ist dann losgefahren.
Wir waren dann beim Essen; heute Master Chefs Dinner oder so ähnlich, also ein offizielles Abschiedsessen mit Kellneraufmarsch, aber das war nicht so bierernst wie sonst, sie machten es eher lustig, z.B. das Servietten-Ballett. Zum Schluss gabs natürlich viel Applaus für alle. Der Küchenchef ist Inder.
Die Abschiedszeremonie für alle war heute Morgen bei den Ausschiffungs-Infos. Der Film davon lief mal beim Fotoshop.
Jetzt müssen wir fertig packen. Einen Koffer, den wir erst in Fairbanks wieder sehen, einen Koffer, den wir hoffentlich morgen Abend in Anchorage im Hotel vorfinden.
Ich würde noch eine Woche dranhängen... 
Es geht nicht anders rum. Vom Schiff gehen und heim fliegen wäre grausam. Lieber so, da erwartet uns noch einiges.

11.06.11

19.6.11 Seward bis Anchorage

Ergänzungen zu allem vom Schiff:
Auf den Tischen im Lido stehen echte Orchideen, an den Bars sind es andere in Vase.
Das Trinkwasser aus den Kannen schmeckt gut, und überhaupt nicht nach Chlor
Jeden Tag gibt es im Kino einen Film, mehrmals.
Hinten auf Deck 2 brummt es arg laut, da bleibt man nicht.
Das Türen-knallen ist erträglich. Man ist sofort eins höher, und kann von dort in beide Richtungen; gute Wohnlage.
Die Kabine ist vorne ziemlich eng, man kommt kaum aneinander vorbei. Manche innenliegende sind größer, auch die bei uns gegenüber mit Fenster nach hinten.
Die Fenster im Speisesaal müssten geputzt werden, die sind ja schlimmer als meine daheim!
Und bei einigen Kabinen konnten wir von außen sehen, dass man da kaum noch durchgucken kann, blinde Scheiben.
Der Kapitän heißt Jan Smit, wie man hört, ein Holländer, Hotelmanager vermutlich auch, heißt Kees Streuding, Cruise Director war Michael Headla.
Am Ende gab es ein Cruise Log, ein Zettel mit den Infos zur Besatzung bzw. Leitung, die Zeiten und Wetterbericht von jeder Station und die Meilen: 1785 naut. Meilen * 1,85 = 3302 km. So viel auf dem Stückchen da hoch?
Tabelle:
Vancouver
nach Ketchikan: 562 mi, Durchschnittsgeschwindigkeit 15,8 kn
nach Juneau: 273 mi, 19,1 kn
nach Skagway: 91 mi, 12,1 kn
durch Glacier Bay und Prince William Sound bis nach Seward: 859 mi, 17,7 kn im Durchschnitt.

Ab 5 Uhr hatten wir Lärm draußen. Aber heute muss ich nicht die Einfahrt filmen. Es war viel los vor der Kabine, auch Türenknallen, einer wundert sich, dass schon so viele Leute unterwegs sind. Es gibt auch am Abreisetag schon ab 5 Uhr Frühstück.
Um 6 kam die Durchsage, dass das Schiff freigegeben ist und Gruppe 1 das Schiff verlassen soll. Dann habe ich mal als Gruppe 1 aus unserer Kabine das Bett verlassen...
Um 7 sind wir fertig, um 8 mit Frühstück fertig, es wird grade Gruppe 6 aufgerufen. Draußen sollen 8° sein, in Realität aber eher 12. Um 11:45 müssen wir im Theater sein, bis dahin ist Zeit für den Ort.  Unsere Boys erlauben uns, einen Rucksack in der Kabine zu lassen. Wir erwischen draußen sofort einen Shuttlebus, fahren bis zum Sealife und laufen von da aus gemütlich zurück.
zum Frühstück gibts Möve
Ein sehr übersichtliches Nest mit einigen typischen Gebäuden und 2 Kirchen. Seward liegt ca. auf dem 60. Breitengrad, das ist ungefähr wie die Südspitze von Grönland, weit über England, Oslo oder St. Petersburg. Nur ungefähr.
Was uns als neu auffällt: Schilder mit Tsunami-escape-Routen und Schilder.
Am Wasser campen viele Leute, von Zelt bis großes Wohnmobil. Sommer, Sandalen, keine Strümpfe.
Axel versucht, daheim anzurufen, aber nix geht. An der Visitor Info finden wir heraus, dass man nicht nur +49, sondern 01149 vorwählen muss. Dann gehts aber immer noch nicht. Später in Anchorage ist es ein anderes Netz, AT&T,  damit geht es dann. Habe versucht, die Webcam zu finden, aber habe sie nicht genau lokalisieren können. Holzsteg mit Schiff dahinter, ich wollte mal rein winken.. 
Zurück am Schiff ist die Kontrolle besonders ordentlich, Pässe, durchleuchten, ich komme wie meistens durch, Axel piept immer wieder; er trägt ja auch Kleingeld in den Hosentaschen und eine Sammlung Pins in der Jacke spazieren.
Als wir vor 11 unseren Rucksack holen, stehen schon Koffer in der Kabine und es sind Kleider im Schrank. Oh! Dann durften wir sportlich 6 Stockwerke Treppen steigen, weil sie grade eine interne Übung hatten, bei der die Aufzüge abgestellt sind.
Um 11 gibts schon Essen, es ist wieder nicht mehr self-service, umständlich!
Vom Schiff gehen: im Theater sortiert nach Gruppen, wir sind 15c, unser Tourguide ist Hilary, vermutlich die hübscheste Reiseleiterin, die sie haben. Um 12:15 gehen wir direkt in den Bus und mit Fahrerin Mary, eine pensionierte Lehrerin aus Texas, gehts los.
Sicherheitshinweise im Bus. Die spinnen, die Römer....


Seward: der nördlichste Regenwald ist hier. Der Hafen ist einer von drei in Alaska, die eisfrei sind. Die anderen sind Valdez und Wittier im Prince William Sound
Bis 1914 konnten sie nur mit Schlitten oder Eseln von Seward nach Anchorage. Seit 1952 gibt es die Straße, die einzige. Die Bahn hat irgendwas mit Guggenheim zu tun, vielleicht finde ich das noch genauer raus, kann meine Schrift nicht mehr lesen... Jedenfalls hält der normale Zug unterwegs auf Handzeichen, flagstop. Im Winter fahren die Züge zweimal pro Woche, im Sommer täglich einmal in jede Richtung.
Der Frühling dauert hier nur 2,5 bis 3 Wochen, dann ist Sommer. Es gibt vier Jahreszeiten: Winter, more winter, much more Winter and construction. Im Sommer wird gebaut, was der Frost im Winter kaputt gemacht hat. Diesen Spruch gibt es in mehreren Varianten und wird gerne von Busfahrern erzählt.
Es gibt 3 Mio. Seen. Man kann mit einem Wasserflugzeug praktisch überall landen, aber es gibt 160 richtig ausgewiesene Seen für Landungen.
Regen: sehr beruhigend: hier gibt es keine Wolkenbrüche, sie hat nur 3 in 5 Jahren erlebt. Immer nur Nieseln.
Als wir über den Moose Pass fuhren, erzählte sie uns: Feuer werden brennen gelassen, wenn sie nicht Menschen und Eigentum gefährlich werden. Feuer ist sehr nötig, damit Neues wächst. Es wurde festgestellt, dass die Elchpopulation zurückgegangen war, aber als ein größeres Feuer war, nahm danach die Anzahl stark zu, weil es viel junges Grün gab, das sie fressen. Man braucht Feuer, damit neues wächst. (Solange es nicht im eigenen Keller ist.....).
Nach 70 Min. machen wir einen Fotostop bei Canyon Creek, im Wald mit Blick auf einen Fluss.
Immer nur Wald...  Später werden wie angekündigt, die Bäume kleiner. 
Wir kommen an den Turnagain Arm. Dort gibt es starke Strömungen und einen großen Tidenhub. Fischen oder Wassersport sind hier nicht möglich. Die Orte Portage und Girdwood sind bei dem Erdbeben in 1964 abgesunken, dann lagen sie unter Meeresspiegel. Girdwood wurde weiter oben wieder aufgebaut. Portage ist jetzt das Tal, das zum Gletscher führt, den man aber nicht sieht, weil er sich schon so weit zurückgezogen hat, dass man mit einem Boot hin fahren müsste. Man sieht aber zwei andere schöne, den ? und den Byron.
Nach einem kurzen Stop am Portage Lake geht es den Turnagain Arm entlang. Dort gibt es starke Strömungen und einen großen Tidenhub. Fischen oder Wassersport sind hier nicht möglich. Es gibt Belugas, die weißen Wale. Wir sind leider keinem begegnet. Manchmal könnte man auch den Mt. McKinley von hier aus sehen.
Potter Marsch kurz vor Anchorage ist ein Vogelschutzgebiet. Aber mit Lärm von der Straße. Oben drüber soll die beste Wohnlage der Stadt sein. Während wir Erklärungen zum weiteren Ablauf morgen früh bekommen, fahren wir durch die Stadt, große breite Autobahn, dann sind wir schnell da, so gegen 17 Uhr am Hilton. Müsste das höchste Gebäude der Stadt sein; zwei Türme, A und W, wir sind im W Turm im 9. OG mit Blick Richtung 4. Straße.
Unser Koffer ist schon da! Gegenüber, nahe beim Bahnhof, ist am Wochenende immer Markt mit einheimischen Produkten (nicht nur made in china), aber nur noch bis 18 Uhr. In der Hotelhalle bleiben wir noch hängen, wie an vielen Stellen gibt’s hier auch Bären.

Dann gehen wir zum Markt und finden eine Tortilla mit Lachs zum Abendessen und viele interessante Stände. Axel meint, wir brauchen ein Ulu. Da der Verkäufer nicht herausgeben kann, kriegen wir es ein bisschen billiger. Die Ulufabrik ist unten neben dem Bahnhof in Sichtweite. Nach dem Markt waren wir noch ein bisschen spazieren zur Orientierung, wo wir denn überhaupt sind, um 8 sind wir noch in die Bar des Hotels und um 9 war ich ziemlich müde. Sprite wird übrigens einfach nachgefüllt, wenn man mal eins bestellt hatte. Und Wasser gibt es überall kostenlos dazu.



Anchorage: Einwohner mehr als 250 000.

10.06.11

20.6.11 Anchorage bis Denali

Plan war: 6 Uhr Koffer raus. 7:20 Treffen, 7:35 Transfer zum Bahnhof, 8:15 fährt der Zug. Gestimmt hat nur 8:15 Uhr. Der Witz dabei ist außerdem: Der Bahnhof ist ca. 200 m vom Hotel entfernt... Aber Amis fahren Shuttle, und außerdem könnten wir ja verloren gehen...

Halb 6 aufstehen,, die Decke war übrigens prima, schön dick; duschen, Kaffee brauen (das kann man in jedem Zimmer), 6 Uhr Koffer gepackt bereit haben, kurz danach raus und Frühstück suchen. Halb 7 gegenüber, das war ein Reinfall, über ½ Std. gewartet, dann motzende Bedienungen, versalzenen kalten Lachs beim Rührei, kein Kaffee nachgeschenkt, wir hatten 10 Min. Zeit zum essen, und es kostete 25,50$.

Die Herde wurde gesammelt, Abfahrt natürlich etwas später, aber um 8 Uhr saßen wir im Zug, jeder mit zugeteilten Plätzen, die standen schon auf unserem Umschlag, den wir am Abend vorher bekommen haben, als wir am Hilton abgesetzt wurden.

Der Zug ist sehr komfortabel (abgesehen von der Temperatur, die ging in den ersten Stunden von eiskalt bis schön warm, aber bei schön warm sind rechts die Scheiben beschlagen).
Jede Cruiseline hat ihre eigenen Wagen. 5 HAL, 2 Princess und einige andere hängen an den 2 Loks mit je 4000 PS dran. Sitzkomfort viel besser als in einem Flieger. Platz und Aussicht ohne Ende. Mindestens 5 Bedienstete sind in jedem Wagen: der Reiseleiter, der erzählt, ein Barstewart, der die Leute oben mit Getränken versorgt, Kaffee ist übrigens frei, unten zwei Bedienungen im Restaurant, eine für den Giftshop, die ist aber wohl für mehrere Wagen zuständig, und mindestens ein Koch. Ach ja, da war noch eine, die Ausflüge verkauft hat, für die auch unsere Hilary viel, aber nett Werbung gemacht hat.
Man hätte da ab 9:30 frühstücken können. Sie betonen, dass man hungrig kommen soll, das ist eine Einnahmequelle. Preise gehen. Wir haben dort wie fast alle im Wagen (87 Pers.) gegessen, es gibt versch. Arten Sandwiches mit Pommes oder Kartoffeln anders. War voll in Ordnung.
Zusammengefasst: Wald. Und mehr Wald. Und nochmal Wald. Birken und Tannen und Cottonwood, "Bezeichnung für mehrere in Nordamerika heimische Pappel-Arten" (Wikipedia). Zuerst hatten wir alle Arten von Wolken. Gegen Mittag wurde es mal Regen, nach dem Essen fast auf dem Broad-Pass kam die Sonne durch, hier ist jetzt schönstes Wetter. Ab diesem Pass war die Landschaft weiter, wie man sich Alaska vorstellt.
No Moose (= kein Elch :-( , kein Bär, 1 Adler. Die Loks waren wohl zu laut und haben sie vertrieben. Dafür halt viele Bäume.
Unterbringung: McKinley Chalet Resort. Das ist offensichtlich von HAL unter Vertrag. Nebenan ist eine riesige Siedlung von Princess. Wir haben ein Zimmer mit rustikal-guter Ausstattung. Wenn oben drüber jemand geht, können wir jeden Schritt verfolgen. Mückenschutz vorhanden.
Bisher sind die Mücken brav und nicht vorhanden. Aber falls sie es sich anders überlegen sollten – ich habe Gift im Rucksack.

Und jetzt gehen wir irgendwo Abendessen, vermutlich untypische Pizza.
- - - -
das Foto ist richtig rum!
War nicht untypisch, war sehr nativ und urig. Prospectors Historic Pizza & Alehouse. Von der Einrichtung her typisch, gezimmerte Tische und Bänke, von einem deutschen Christopher gebaut, jede freie Stelle der Wände mit alten Goldrausch-Fotos gepflastert, dazwischen plattgewalzte Füchse und Kojoten, totgeschossene Bären, einer davon hing am Balken über unserem Tisch, Schnauze fast darauf (die Formulierungen stammten von Axel), eine lange Theke, 3 Bildschirme, Countrymusic, Lampen aus Elchgeweih, aber Plastikstühle und Blechbesteck. Die 20 Min warten vorher haben sich gelohnt. Salat (hier gibt’s Rucola) und Axel hatte Pizza mit Lachs, praktisch gepflastert damit, hat gut geschmeckt (ich hatte nach dem Lachs von heute Morgen mal keine Lust auf eine zweite Portion, obwohl ich bisher jeden Tag mindestens einmal Lachs irgendwie dabei hatte). 


Die Einheimischen sind zum Teil mit kurzer Hose unterwegs, es ist ja Sommer. Bei 12-18 Grad und steifer Brise.
Morgen müssen wir früh aufstehen, Abfahrt ist um 5:40 zum Tiere gucken. Grauenhaft, was man sich im Urlaub alles antut....


09.06.11

21.6.11 Denali

2 Übernachtungen im McKinley Chalet Resort. Eine Lobby mit großem Giftshop, Bistro, free Wifi, Bar, Schalter von HAL und 2 Dall Sheep (Bergziegen) auf Felsen als Deko. Restaurant ist direkt daneben, dort gibt es von 4:30 bis 22:00 Uhr Futter. Die Wege zwischen den Häusern sind überdacht, es scheint hier gelegentlich zu regnen...
Dahinter sind mehrere Chalets, Holzhäuser mit vielen Zimmern auf 2 Etagen. Sehr hellhörig. Vorne ist ein Raum mit Sofa, Schaukelstuhl, Schreibtisch und Kaffeemaschine, dahinter kommt Toilette und Dusche mit extrem lautem Ventilator, das Waschbecken ist außen davor, dann kommt der Schlafraum mit 2 Betten (einem normalen und einem großen), Kleiderschrank, Nachtschrank, Kommode mit Schubladen, wo ein Flachbildschirm TV drauf steht. Der Teppich ist ziemlich neu, die Heizung prima regelbar für alle drei Räumchen getrennt. Dusche ist nur über Kopf, geht aber gut.
Es gehören noch weitere Häuser weiter unten Richtung Fluss auch zu dem Komplex. Ganz schön groß.
Aber noch größer scheint mir die Princess-Ferienanlange direkt daneben zu sein.
Auf der anderen Straßenseite haben sich Shops und Restaurants und Touranbieter angesiedelt.

Jetzt zu unserem Tag:
Es war ganz sicher nicht dunkel. Um 4:15 ist oben drüber Elefantenherde angesagt, das ist gut, da können wir nicht verschlafen. Die laute Entlüftung in der Dusche hilft beim weiteren Wachwerden, außerdem ist es sowieso nicht so schlimm, weil es ja hell ist. Und wettermäßig sieht es gut aus.
Um 6 Uhr sind wir schon mit einem alten Schulbus, der aber mit neuen Monitoren zum Mit-Gucken ausgestattet ist, unterwegs. Hatte ich schon mal geschrieben, dass jeder Busfahrer eine Sicherheitsunterweisung machen muss? Wir grinsen uns eins. Wie im Flieger, den Notausgang finden Sie dort... Sie sind jetzt dafür verantwortlich... In jedem Bus! 
Jeder bekam ein Snackpaket mit Sandwichzutaten, einem Päckchen gut schmeckender kleiner Karotten, Chips und Studentenfutter. Und Wasserfläschchen findet man in der Ablage. Gegessen wird nur IM Bus, nicht draußen!
Wir sind auf dem 63. Breitengrad. Tundra ist hier alles, selbst die schmalen Tannen. Nach 40 Min sind wir an der Sperre, ab wo nur noch Busse fahren dürfen. Eine Parkrangerin unterweist uns, dass wir bei Tieren nicht aussteigen und leise sein sollen. Es lebt alles hier im soweit möglich natürlichen Lebensraum und wir stören. So fühlt man sich auch manchmal, da ist einfach nur Natur. Es ist der drittgrößte Nationalpark in Alaska. 300 bis 350 Bären leben hier. Die können sich gut verteilen.
Die Bäume hören irgendwann auf, es bleiben nur flache Gewächse übrig, wie man sich Tundra vorstellt. Die Straße ab dem Schlagbaum ist geschottert und fest, aber nicht geteert. Sie sind froh, dass sie diese Straße überhaupt haben, denn damit kommt man weit in den Nationalpark rein. Im Winter ist das Fortbewegungsmittel Schlitten mit verschiedenen Antrieben (Hunde, Snowmobil).
Der Busfahrer Jason erklärt viel. Wir sehen viel Landschaft, am Anfang durch beschlagene Scheiben, leider sitzen wir hin auf der falschen Seite. Wunderschöne Aussichten, großes Land.
Um 7 Uhr ist der erste Stop, (Restrooms und Aussicht), 10 Minuten werden angesetzt, allerdings braucht es schon 5 Minuten, bis sich die Leute vor uns aus dem Bus geschält haben, weil es ganz geordnet von vorne nach hinten abläuft. Da bleiben nur noch 5 Minuten für Klo und Aussicht. Na ja, er hat es auch gemerkt...

Alle Tiere scheinen noch zu schlafen oder im Urlaub zu sein. Nix, selbst bei der „Salatbar“ für Elche und Karibus.
Das erste Tier ist ein bzw. zwei Karibus. Sie grasen da unten. Oft sieht man sie im Wasser, weil sie da die Mücken nicht so plagen. Sie geben ein großes Glas voll Blut täglich an die Mücken ab und versuchen so, das zu verhindern.

Der nächste Stop war zum gucken, dass die auf der rechten Seite auch was von der Aussicht haben. Super!! Irgendwann kamen mal tolle Serpentinen am Hang, rechts oben Geröll, links unten Geröll und super steil (hab ich erst auf dem Rückweg gesehen), dazwischen wir auf der ca. 3 m breiten Straße... Augen zu und durch... Dieses Stück fand ich gefährlich. Aber es fahren bis zu 92 Busse am Tag diese Touren, dazu noch der regelmäßige Busverkehr nach Fahrplan. Man kann also auch bis zur Schranke fahren, dauert einfach eine Stunde, kostet nichts. Auch weiter kann man mit den grünen Bussen fahren, kann irgendwo aussteigen, im Busch spazieren laufen und irgendwann auf die Straße zurückgehen und einen Bus anhalten. Man wird garantiert von so einem Linienbus mitgenommen. Es hängen sogar Fahrpläne an den Stops. Und mehrere Restrooms, Klos.
Am Toklat-Halt sind ca. 30 Toiletten, immer 4 in einem Häuschen. Wir waren die ersten, es folgten gleich noch 4 Busse, aber nur wir hatten kurz vorher die Elchkuh gesehen, die beim Frühstück war. Da war der Fahrer gleich erleichtert, den Elch hätten wir schon mal.
An der Straße wurde viel gearbeitet, das ist auch nötig, um sie instand zu halten.
Am „Wolfsspielplatz“ hatten wir auch kein Glück, die sind wohl auch anderweitig beschäftigt. Irgendwann waren 2-3 mal Dall-Schafe gesichtet worden, weiße Punkte weit oben, die sich bewegen.
Kurz vor unserem Wendeplatz bei Stony Overlook (10:45 Uhr, noch vor Eielson Visitor Center) lag ein red fox im Gras dicht an der Straße und ließ sich nicht von uns stören. Den konnten alle lange gut sehen. Wir mussten dann weiter, weil hinter uns schon zwei Busse in Warteposition waren. Als wir zurück kamen, war er weg. Waren zu viel animal-Paparazzi.
Auf dem gefährlichen Stück fand jemand 2 Murmeltiere schön sichtbar auf einem Felsen. Sehr kooperativ. Mehrere Karibus waren immer noch unterwegs.
Auf dem Rückweg hatten wir die schöne Aussicht. Und ab Toklat Sonne! Aussicht mit gegrilltem Ohr... Um 12 war der letzte Klo-Stopp am ersten Halt von morgens. Der Fahrer wollte jetzt heim.
Plumsklos im tollen Outfit
Ziemlich nahe am Park-Eingang standen viele Busse und alle guckten in eine Richtung. Erkundigung vom Busfahrer, was da zu sehen ist: ein Grizzly ganz weit weg, der gemütlich da rum läuft. Das war noch ein highlight am Ende der Fahrt, der fehlte noch. Gaaanz weit weg, aber auf seinem Bildschirm hat er ihn sichtbar hingekriegt. Und per Tele kann man ihn zumindest erkennen. Ein Dicker!
Nochwas zum Bus: Bei jedem Bahnübergang halten sie an, machen Scheibe runter und horchen, und fahren dann erst. Selbst wenn überhaupt kein Zug kommen kann, weil nur 2 am Tag kommen und obwohl es rote Lichter gibt.

Um 1 waren wir zurück, jetzt bin ich auch mal müde. Um 15:15 kriegen wir den Shuttle zum Visitorcenter vom Denali-NP. Der fährt hier ständig Viertel vor und Viertel nach, dort immer volle und halbe Std. hierher zurück. Außerdem gibt es noch einen Shuttle, der innerhalb vom Hotel-Park hier fährt, dann hat jedes Restaurant einen Shuttle, auch wenn es nur gegenüber auf der anderen Straßenseite ist... Man fährt hier.


Wir mussten aber mal wieder zu Fuß gehen, deswegen sind wir zum Visitor Center runter. Man könnte dorthin laufen, an der Straße entlang und noch eine Ecke dort unten, geschätzt 45 Min. Aber ich wollte lieber in Alaska mal im Wald rumlaufen. Es gibt dort Wanderwege - Antwort auf meine Frage: Ja, wunderbar gut ausgeschilderte. Das braucht man auch, denn die Karten in den Broschüren sind nicht maßstabsgerecht und überhaupt ist hier alles im Wald und weiter auseinander als gewohnt.
Jedenfalls wurde uns ein Wanderweg für eine Stunde empfohlen, wir brauchten 45 Minuten. Da uns noch eine Gattung Tiere fehlte, fanden wir die jetzt: die Mücken. Sobald man sich nicht bewegt, wird man umschwärmt. Beim Gehen waren sie nicht aufdringlich.
Sehr süße und fleißige Eichhörnchen haben sie auch.
Nach dem Rundgang hatten wir Lust auf ein Eis – wir laufen hier übrigens im T-Shirt rum, die Sonne scheint! - beim Visitor Center ist ein Lokal, die uns huckleberry empfahlen. Hier in Amerika ist noch mehr groß, nicht nur das Land. Es war eine Kugel, die gibt bei uns 4, kostet auch 3 $. Danach gingen wir einfach noch ein Stück zum Fluss und konnten die Eisenbahnbrücke fotografieren. Um 6 sind wir mit dem Shuttle zurück.
Abendessen hier in der Anlage, war lecker, gute Auswahl, man hätte auch Buffet mit allem nehmen können, wie auf dem Schiff, für 20$.
Ein local beer kostet 5 $, ein Tropfen Wein ab 6$ plus 15 %.
Was machen wir morgen? Es gibt da ab Visitor Center einen shuttle zum Schlittenhunde gucken, das wird als kostenlos ausgeschrieben. HAL bietet das als Ausflug an – für 59$ pro Person! Man muss von hier mit Shuttle runter, von dort mit shuttle weiter und hat dann 45 Min bei einem Iditarod Champion.
Um 4 fährt der Zug nach Fairbanks.

08.06.11

22.6.11 Denali nach Fairbanks

Und immer noch schwankt die Welt, ich bin immer noch im Schiffsmodus.
Heute können wir länger schlafen, packen, Koffer raus, frühstücken. Je länger ich da war, desto besser hat mir unser Appartment gefallen.
Es hat wohl heute Nacht ordentlich geregnet. Da es ganz leicht feucht ist, interessieren wir uns für den kostenlosen Shuttlebus bis zum Savage River, das ist die geteerte Straße bis zu dem Häuschen mit der Rangerin, bei mile 15, wo jeder hin fahren darf.
Wir nehmen den Shuttle zum Visitor center, geben einen Rucksack ab, finden heraus, dass der Bus genau da unten um 10:40 abfährt und nutzen die Zeit noch im Visitor Center. Das ist schön gemacht, 2005 erst eröffnet.
Dann fahren wir mit nur 6 anderen das Stückchen in den Nationalpark. Dauert ca. 40 Minuten. Wir haben 15 Min. Zeit an der Haltestelle, bis der Bus planmäßig wieder zurück fährt. Dort riecht es einfach nur gut, nach Natur. Es gibt einen Rundwanderweg von ca. 1 Std am Fluss entlang. Der Savage River ist im Moment nicht wild, sondern eher ein calm river.
Am Dog Kennel haben wir mit dem Bus schon mal gehalten, ging nur bergauf, aber stetig und leicht. Mal sehen, eventuell gibt das heute Mittag unser Hundespaziergang.
Die Sonne versucht, sich durchzudrücken. Auf dem Rückweg ein Highlight: Mama Moose und ihre 2 Kinder stehen mitten auf der Straße. Sehr fotogen. Dann verziehen sie sich ins Gebüsch. Die Busfahrt hat sich gelohnt!
Am Visitor Center holen wir uns in dem Restaurant/Kiosk einen Sandwichpack für 9$ und Kaffee, füllen kostenlos Wasser nach, dann machen wir uns auf den Weg. Es dauerte 45 Minuten, ging ganz schön bergauf, was ich eigentlich nicht mag. Gelegentlich Elch-Kacke auf dem Weg und viele kleine Trampelpfade....



Die Hundeshow war prima, gehört einem ehemaligen Iditarod-Champion Jeff irgendwie.., man konnte Hunde streicheln, wenn sie wollten, wobei sie eher ziemlich müde waren; während der Erklärungen wurden die Hunde wach, weil sie wissen, was jetzt kommt, festgemacht und eine Musherin raste mit ihnen einmal rundherum und stoppte vor den Zuschauern. Weitere Erklärungen, insgesamt 35 Minuten gegen eine Spende. 
Ich kann mich selbst nicht riechen, weil ich so nach Insektengift stinke. Manche Mücken probieren es, die Hunde mögen mich nicht.
Zurück sind wir mit dem Bus, nochmal ein huckleberry-Eis, heute sind die Portionen nur noch wie 2-3 Kugeln bei uns.
Die Sonne knallt; wir gehen um halb 4 Hilary suchen, ich habe den Umschlag mit den Platznummern in den Koffer gepackt. Macht aber nix, wir stehen ja auf der Liste, und einsteigen darf man sowieso nur mit einem Lichtbildausweis.
Zug kommt um Viertel vor, aussteigen der anderen und einsteigen von uns dauert ca. 30 Min.
Diesmal haben wir Platz 20 a und b, was auf der falschen Seite ist. Die Fahrt geht am Anfang durch die enge Schlucht, wieder tolle Aussichten. Auch einen Notausgang haben wir noch vor der Linse.
Die Leute heute verstehen wir nicht so gut. Es sind 7 Angestellte in unserem Wagen: 2 Köche, 2 Bedienungen, 1 Getränkestewart, 1 Erzähler und noch einer. Dazu die Souvenirverkäuferin, die für mehrere Wagen zuständig ist.
Der Bartyp labert nur dummes Zeug und das auch noch sehr laut, so dass ich froh bin, dass wir fast hinten sitzen. Mit Getränken kommt er nicht bis zu uns, weil er vorher Späße machen muss oder was runterwerfen... Axel holt sich den Kaffee vorne selbst. Allerdings riecht es hinten gleich ziemlich nach Essen, sie klappern fürchterlich mit den Tellern und irgendwo knallt unten in der Küche immer einen Tür. Um halb 5 werden die ersten schon zum Abendessen geholt. Wir haben heute keinen Hunger, ich will lieber rausgucken.
Nach der Schlucht kommt Kohle, irgendwo steht ein Kraftwerk in der Landschaft, das nie in Betrieb war.
Dann folgt Anderson Air Station, eine Frühwarnstation für Luftwaffen, die Bahn musste drum herum gebaut werden, weil sie die Instrumente gestört hat. Wir fuhren einen weiten Bogen.
Vor Nenana ist alles platt und flaches Gebüsch. Hier ist fire season, oft brennt es hier einfach so und man kann den Rauch sehen. Heute nicht.
Axel schläft, obwohl es stinkt, kleppert und knallt. Auf diesem Teil der Strecke wackelt der Zug viel mehr als auf dem ersten Teil. Durch den Permafrostboden gibt es Schwierigkeiten beim Gleisbau.
Infos, die ich mal verstanden habe: nur 1% von Alaska ist in Privatbesitz.
Es gibt keine Einkommensteuer und keine sales tax (sowas wie die Mehrwehrtsteuer? Das muss ich nachlesen). Und es gibt einen Fond, von dem jeder vor Weihnachten Geld ausbezahlt bekommt, weil sie durch das Öl so viel haben.
Die Landschaft ist weiterhin grandios!
Um 20 Uhr sind wir da. Es sieht gar nicht aus wie eine Stadt, sondern nur wie ein Bahnsteig mit Wald drumherum. 

Fairbanks liegt bezügl. Breitengrad so wie mitten durch Island. 
Wir fahren ins Westmark Hotel, Noble Street/10th street, und bekommen ein Zimmer im obersten Stock, 818, Blick nach Norden auf die Innenstadt (wo es aber nicht viel zu sehen gibt). Das Zimmer ist kalt und stinkt nach Desinfektionsmittel.
Sonst ist es aber prima, groß, wieder ein King size bed, Schreibtisch, Klimaanlage regelbar wenn man mal draufhaut und auf kleiner Stellung ganz leise, 2 Sessel (für die wir gar keine Zeit haben), schöne Bad-Ecke, Toilette und Badewanne mit Dusche dahinter extra. Sogar ein Bügelbrett... Die Klospülung ist unglaublich laut, man erschrickt richtig und wer noch schläft, ist augenblicklich wach.
Die Eingangshalle ist riesig groß, hier kommen ja auch ständig 3-4 Busse zugleich an, ein kleiner Shop auf der einen Seite, ein Restaurant und eine Bar mit Barmeals dahinter. Bei letzterem essen wir was, die Portionen sind ordentlich!
Es gibt in der Lobby zwei Computer mit einem Drucker, um online einzuchecken, auch eine Kofferwaage, und um die Ecke ist eine Gäste-Laundry, mehrere Waschmaschinen, um die eigene Wäsche selbst zu waschen. 
Blick aus unserem Fenster
Dann hatten wir die Idee, hier zu verlängern. Wir müssten am Freitag Morgen umziehen ins Regency, nur die Straße runter, das hatte ich gebucht, da wussten wir noch nicht, wo HAL uns unterbringt, (es stand auch auf dem HAL-Begrüßungszettel für Fairbanks, also bringen sie dort auch Leute unter, hat aber nur 2 Sterne), aber einmal weniger einpacken wäre doch schön...
Ich gehe gleich zu Hilary, die noch da ist und frage, sie geht mit mir zur Rezeption. Preisfrage! Ja, wir könnten bleiben, sogar in dem Zimmer, Normalpreis 240 $ ungefähr, sie macht uns den (HAL-)Sparpreis von 114,-$ für die zusätzliche Nacht. Wow! Jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob ich die Nachbarschaft stornieren kann. Wo ist nur der Zettel? Wo sind die Dokumente, die wir nach Fairbanks brauchen? Ich finde sie nicht. Vielleicht daheim auf dem Schreibtisch? Aber das Zimmer hat auch free Wifi, das ist optimal, könnte ständig online sein, forsche in meinen abgespeicherten Doks, da steht es nicht drauf, gucke auf der Homepage, nix, dann rufe ich die angegebene Nummer aus dem Ausland an. Daheim ist es grade 8 Uhr und ab 8 sollen sie erreichbar sein. Nach 2 – 4 Min. in der Warteschleife habe ich tatsächlich einen Menschen dran und es klappt mit der Stornierung von Fairbanks aus. Dann ist Zeit fürs Bett. Vielleicht können wir morgen sogar noch den Transfer über HAL regeln? Das wäre eigentlich included.

07.06.11

23.6.11 Fairbanks, tolle Touristen-Tour

Eigentlich könnte ich es mir einfach machen:
-El Dorado Gold Mine
-Gold Dredge Nr. 8 mit Eintopf
-Riverboat, Fahrt mit Schaufelradschiff
-Essen in interessantem Lokal. 
Aber ich kanns ja nicht lassen....    Also:

Gemütlich um 6:30 aufgestanden. Es ist inzwischen wärmer, weil die Klimaanlage nur auf low stand, man hörte nichts. Sie pustet auch nicht in Richtung Bett. Leider kann man kein Fenster aufmachen, aber dafür sind wir im 8. Stock.
Frühstücksbuffet, es wäre das beste in der ganzen Stadt, sagte eine Einheimische, die hier frühstücken war. 30$. Es gab alles, was das engl./amerik. Herz begehrt. Brötchen darf man nicht erwarten.
Dann bin ich zu Hilary, ob wir den Transfer denn eigentlich included haben. Wir haben ihn ja durch die Verlängerung woanders eigentlich selbst geplant – mit Koffer per Bus zum Airport. Aber es geht, wir werden gefahren, Koffer um 8 raus, um 9:30 ca. hier einfinden. Aber das ist erst in 2 Tagen, zuerst müsste ich mal die beiden Koffer auspacken und gucken, ob das, was ich vermisse, irgendwo darin versteckt ist. Dazu ist heute keine Zeit.

Abfahrt ist um 8:30, was wir stressfrei schaffen. Wieder ein Fahrer, der sich dem Thema Sicherheitsunterweisung diesmal anders nähert: Die Regierung schreibt vor, dass ich hier mit Ihnen den bla bla bla machen muss... So ähnlich hat er es in englisch ausgedrückt. Und in jedem Satz kommt das Wort „actually“ vor.
Auf dem Weg zum ersten Ziel drehte er eine Runde durch die Stadt bis zur Universität, 10.000 Studenten, auf dem Campus fährt ein Shuttlebus und die Bushäuschen sind beheizt, weil es im Winter nicht gemütlich ist, bei -60°F, das ist ca. -50°C spazieren zu laufen. Es kann bis zu minus 60°C werden! (Und übermorgen bis +30°C !) Heute sind 10°C, später geht es bis ca. 15 hoch (auf den Anzeigen stand 57F).
Die Arbeitslosenquote gab er mit 10,5 % an. Gesamtbewohner 35.250 .
Eine Straße, eigentlich schon eine ganz wichtige, huppelte ganz schön, sie war aber erst vor 3 Jahren komplett tief neu gemacht worden. Schon wieder voller Löcher wegen dem Frost.
Unterwegs hielten wir an einem Visitor-Stop an der Pipeline an, die von Pudhoe nach Valdez geht. Er hat irgendwann auch genaueres dazu erzählt, aber das war für uns zu leise und unverständlich, und man ist auch nicht immer aufnahmebereit. (Die ersten Tage war es richtig anstrengend, nur Englisch zu hören und aufzunehmen; sprechen natürlich sowieso). Die Pipeline steht auf Füßen, die erdbebensicher gebaut sind, es kann bis zu 60 cm in alle Richtungen wackeln, das hält sie aus (Infor aus dem Museum in Anchorage). 
Dann kamen wir an der El Dorado Goldmine an. Ein lebendes Freilichtmuseum.
Also mal allgemein: Alles, was sie hier oben für die Touristen machen, ist eine große Show, gut durchorganisiert, mit Giftshop dabei, mit vielen Angestellte, die gerne bereitstehen, um bei im Bedarfsfall zu helfen, mit prima technischer Ausstattung wie Bildschirme, wo alles hin übertragen wird. Die Angestellten sind oft junge Leute, die demnächst irgendwas studieren oder irgendwas studiert haben und jetzt was anderes machen wollen.
Alle Transfers und Fahrten außer im Denali sind in komfortablen Reisebussen mit Klo und Erklärungen der Fahrer. Im Denali erklärten die Shuttlebusfahrer sogar bei 10 Minuten-Trips, was interessant sein könnte, z.B. der eine: There is a moose around there...
Die Klo-Dichte ist hier sehr hoch, und sauber. Man kann es sich erlauben, Kaffee zu trinken.

Bei der Goldmine: Die ersten, die im Zug sitzen, werden von einem bärtigen Countrysänger unterhalten, bis der Zug voll ist. Wie steigen sie aus dem Bus aus? – das hatte ich schon, oder? So zivilisiert und brav ist das ja nicht mal in England!. Wir waren die letzten, deshalb mussten wir beim Zug nicht lange warten. 
Ein paar Meter Fahrt bis in einen Tunnel, wo ein Goldgräber erklärte, wie sie das Gestein heraus holten und nach oben schafften. Nach ein paar Minuten fuhren wir wieder raus, natürlich nicht ohne dass gesagt wurde, wenn die Glocke bimmelt, muss man sitzen, denn der Zug ruckelt (ist gefährlich), draußen wartete derselbe Mann und führte uns weiter, dann kam noch eine dritte Station, wo die Gesteins-Beförderung etwas moderner war. Und am letzten Punkt mussten alle aussteigen und sich an einer Rinne entlang setzen oder stellen. Dort gab es die genaue Vorführung, wie sie früher mit Hilfe von Wasserleitungen von oben das Gestein hinunter spülten, was sich in Rillen absetzte. Von dort holten es die Goldwäscher heraus und wuschen es aus. Der Ober-Goldsucher hatte nicht wenig in seiner Schüssel, als er fertig war! 
 
Und dann durften wir. Lautes Lachen – auch das ist voll organisiert, durchgeplant und vorbereitet. Für jeden ein Säckchen mit Steinen, ein Platz an einem Wassertrog mit warmen!!! Wasser, eine Waschpfanne und ein Kodak-Döschen (wie es früher für die Filme gab) für das, was man aus den Steinen raus holt. Das ganze für 4 Busse voller Leute. Wir waren alle sehr fleißig und bekamen Hilfe von den Angestellten, die das konnten, jeder hatte ein paar Krümel in der Dose. Eine Frau hatte einen Brocken von 25 $ gefunden. Im Bus waren später Werte abgefragt, die Funde lagen zwischen 5 und 70$. Wir haben nicht wiegen lassen, die Schlange fand ich zu lang. Wir gingen lieber gleich in die Ecke des großen Ladens, wo sie Kaffee und leckere selbstgebackene Cookies für uns vorbereitet hatten. Man hätte seine Goldkrümel in einen Kettchen-Anhänger füllen lassen können. Oder in Ohrringe, wenn man mehr hat. Verkaufsfördernde Ideen haben sie ja...
Als gegen 12 alle wieder im Bus waren, ging es nur ein paar Hundert Meter weiter bis zum Gold Dredge Nr. 8, wo in neuerer Zeit nach Gold gegraben wurde, die Anlage (inzwischen ziemlich rostig) war von 1928-1952 in Betrieb. Die Dimensionen waren schon ein bisschen größer.
Zuerst gab es hier eine Massenfütterung, mindestens 4 Busse auf einmal. Die Kekse waren eigentlich erst eine halbe Stunde her, jetzt gab es richtig Mittagessen, alles gehört zum Ausflug dazu. Es gab ein Stew mit Rindfleisch, Kartoffeln waren viele drin, schmeckte prima, dazu Scones, hinterher ein Muffin mit Heidelbeeren, Wasser, Eistee, Kaffee der nicht schmeckte.
Wer fertig war, wurde durch die Anlage geschickt, es gab eigentlich nicht so viel zu sehen. An drei Stellen standen Männer, die 5 Min. erklärten, wie es funktionierte. Einer davon gab zu, dass er Schauspiel studiert hatte...
Von dort ging es wieder zurück nach Fairbanks an den Chena River zur Rivercruise mit einem Sternwheeler, einem Schaufelradschiff, das große, Discovery III. Davor standen am Ende 10 Busse zum Abholen.
Das Schiff hat vier Etagen, ganz viele Klappstühle, es verteilt sich gut. Außerdem hat es einen Gift-Shop, muss doch sein! Es hängen Bildschirme da, wo die wichtigsten Dinge drauf gezeigt werden, es gab Donuts und Kaffee und von Anfang an durchgehend viele gute Erklärungen. Die Fahrt startete gleich mit einer Besonderheit: ein Wasserflugzeug startete direkt neben dem Schiff auf dem Fluss. Und weil das so schön war und nicht jeder gesehen hatte, landete es nach einer Runde wieder, per Mikro und Headset unterhielt sich unser Sprecher mit dem Piloten, dann startete er nochmal. Ich vermute, es hing mit den besonderen Fotografen zusammen, die auf dem Schiff und auf einem Boot daneben fleißig und professionell fotografierten.
Das Schiff wurde gesteuert von einem jungen Mädchen, die Enkelin von dem Gründer dieser Riverboat-Touren. Ihre Oma, also die Frau vom Erfinder, stand kurz vor Ende bei ihrem Haus am Ufer und winkte zu uns rüber.
Zu den Häusern am Fluss gab es Erklärungen, wer da wohnt und wann und wie gebaut, sehr interessant. Die Alaskaner sind stolz auf sich und ihre Leistungen.
Bei uns steht da ein Auto vor der Garage...
Während er was über Huskies erzählte, kamen wir an ein Gelände mit denselben und es gab noch eine Schlittenhundevorführung dazu. Sie hatten zwei süße junge Hunde dabei. Das Schiff lag tatsächlich schief, weil alle auf die linke Seite mussten zum gucken. Es war die Familie der berühmten Dog-Musherin Susan Butcher, gestorben 2007, die viermal das Iditarod Rennen gewonnen hat. Die Familie macht weiter, sie waren später auch mit den Hunden beim Indianerdorf und haben dort ein persönlich (vom Ehemann) signiertes Buch verkauft.
Das Chena Indian Village war das dritte (oder vierte?) Highlight der Fahrt. 
Die Angestellten, die Kaffee und Donuts „verwalteten“, die uns schon in den Bussen begrüßt hatten, waren die Indianer, die uns das Leben der Athabasken im Dorf erklärten.
Wir durften alle aussteigen und bekamen an drei Stationen das Leben der Indianer erklärt und vorgeführt. Technisch wieder voll ausgereift mit Lautsprechern und headsets. Überall hingen echte Felle zum Anfassen, die eine Indianerin trug einen schön verzierten Mantel, ein ausgestopfter Elch war Fotomotiv, die Hunde waren da, Rentiere, es war klasse gemacht. Die jungen Leute sind heutige Indianer, die studieren, aber die Lebensweise von ihren Großeltern und Eltern noch gelernt haben und das nicht vergessen wollen. 
 
Auf dem Rückweg durften alle noch Lachs mit Frischkäse angerührt auf einem Keks probieren, sooft man wollte. Den konnte man natürlich kaufen, die Dose zu 10$. Ein bisschen zu viel...
Wir beobachteten das Filmteam, die uns mit den Fotografen schon den ganzen Tag immer wieder aufgefallen waren, dabei, wie eine kurze Ansprache von einem einzelnen aufgenommen wurde. Beim Aussteigen hatte ich die Gelegenheit zu fragen, wozu. Es wird ein Hollandamerica Werbefilm, der vermutlich ca. September fertig wird. Sie wohnen auch hier im Hotel. Also, wenn der mal kommt: Wir waren dabei.
Um 6 Uhr waren wir zurück und mussten uns von Hilary verabschieden, Tour ist hiermit beendet.
Es war laut Wetterbericht für heute richtig Regen gemeldet, aber: Es war den ganzen Tag trocken!.
Ich habe schon den ganzen Tag Halsschmerzen, daher nicht an den Computer, sondern mal kurz ins Bett.
Dann sind wir zur Abendessenszeit mal losgelaufen, gucken, ob es außer dem Hotel noch was gibt, die Straßen rückwärts, wir sind an der 10. Street, bis hoch zum Chena River, ein bisschen kreuz und quer, Axel ist erstaunt, wie wenig in dieser wichtigen Stadt los ist, und kamen an einem urig aussehenden Lokal vorbei. Das war eine genauso gute Entscheidung wie die Pizzeria in Denali. Wieder so ein Lokal, wo die Wände mit Zeit-Zeugnissen vollgehängt waren. Irgendwann kam der Besitzer rein und zeigte etwas später anderen Gästen und uns auch (wir saßen davor) ein Zeitungsartikel über seine Oma, oder Ur-Oma, die den Chilkoot-Pass bestiegen hat und die Mutter von letzten Gouverneur war.
Da mir immer noch heiß oder kalt ist, passiert heute Abend nichts mehr.