15.06.11

15.6.11 Juneau, die Hauptstadt

Um 5 Uhr ist die Nacht rum, weil es mit der Decke für 2 kühl ist. Man kann sich nicht einkuscheln. Unter dem Bett sind aber zwei Kisten, da sind noch welche drin, es ist für alles gesorgt.
Die Koffer passen trotzdem noch unter die Betten, die ziemlich hoch sind, Matratze klasse, zwei Kissen, Lichtschalter am Bett.
Draußen hört man schon manchmal jemanden arbeiten. Auch heute sind um 5:30 schon Leute unterwegs. Es sieht hier genauso aus wie gestern Abend. Wir fahren 15,9 Kn. Im TV kann man per Kamera nach vorne raus gucken, eine Anzeige mit Karte und vielen weiteren Angaben zur Fahrt gibt es auch.
Während wir um 7 Uhr frühstücken, kommen wir in Juneau an. Ich musste mehrmals mein Frühstück unterbrechen, die Coral Princess und die Oosterdam liegen schon da, aus dieser Perspektive kriegt man die später nicht mehr auf Foto und Film.
Wir können bald los, um 8 Uhr ist das Schiff freigegeben. Draußen sind massenweise Stände, wo verschiedene Anbieter ihre Touren anbieten, daneben eine offizielle Tourist-Info, wo ich genaue und nette Auskunft über die Busverbindung zum Mendenhall Glacier kriege, inkl. Busplan. Nur ein paar Meter rüber, praktisch vor der Zaandam neben einem Parkhaus ist der Busbahnhof, dort soll um 8:35 ein Linienbus fahren. Zeit ist nicht so wichtig, um 8:40 kommt eine junge Busfahrerin, wir zahlen 3$ für zwei, passend in eine Kiste werfen. Und fahren mehr als eine halbe Stunde. Die Krankenhäuser sind alle zentral zusammengefasst. Später kommt ein großes Einkaufszentrum mit Mägges. Der Glacier Highway z.B. ist ewig lang, bei Auke Lake ist die Hausnummer 11735...
Da die Busfahrer ja alle sehr nette und kommunikative Menschen sind, zeigt sie uns, wo wir raus müssen und erklärt uns, wann und wie zurück. Mit uns sind noch ca. 6 andere mit demselben Ziel unterwegs.
Hinlaufen, von Haltestelle ca. 1 mile, sehr angenehm zu laufen, bloß noch ein bisschen kühl. 
Mendenhall Glacier und Nugget Falls
Am Gletscher ist vorne ein Visitorcenter, dann sind es noch ein paar Meter, vielleicht 15 Min bis zum Gletscher selbst und zum Wasserfall, man muss ja ständig stehen bleiben und fotografieren. Das Wetter wird noch besser, die Sonne drückt sich durch. Ein Eisberg gefällt mir besonders gut, aber auf den Fotos sind die Farben nicht so intensiv wie in echt.
Am Gletscher ist es wie auf dem Heidelberger Schloss, Japaner oder Chinesen. Dazu HAL und ein Princessschiff. Und wir sind den ersten Alaska-Mücken begegnet, noch nicht aufdringlich. Ab sofort sollte ich wohl die Chemie einpacken.
Dann wandern wir zurück, der Weg scheint irgendwie länger..., und verdienen uns wieder mal die goldene Wandernadel.
Die Leute von morgens sind auch wieder an der Haltestelle, der Bus kommt eigentlich sofort, der gleiche Weg zurück, sitzen! Wir hatten es nicht passend, haben 5$ reingeworfen, der Fahrer hat sich gefreut. Ist weit weniger als von hinten mit Touri-Bussen für zus. 16$. Hunger! Am Visitor Center am Gletscher gab es nichts zu essen.


Mittagspause von 1-2; da wir schon um 5:30 unsere Abendessen-Reservierung haben, müssen wir auf die Uhr gucken und waren zweieinhalb Std. im Städtchen unterwegs. Wir haben beschlossen, nicht mit der Seilbahn auf den Mt. Roberts zu fahren (1164 m hoch, 548 m Höhenunterschied), sondern das Städtchen zu erlaufen. Die Hauptstadt von Alaska, über 30000 Einwohner. Eine Kleinstadt. Aber NUR steil! Immer nur Berg hoch, auch Treppen. War fix und alle. Ganz klar, dass keine Straße hierher führt, hier kommt man nur per Flugzeug oder Schiff her. 
Die „Sehenswürdigkeit“, der Red Dog Saloon, stinkt, hier muss man nicht bleiben.
Beim State Office ist eine Bücherei, die hat freies Internet, funktioniert auch außen davor. Man muss mal ums Gebäude herumlaufen und probieren. Auf der anderen Seite hat man Ausblick in Richtung Schiffe, allerdings mit einem Haus davor. 
Heute sitzen wir beim Abendessen an einem 6er Tisch, das ist angenehmer für die Unterhaltung. 8 waren zu viel für unser Englisch und das Verstehen. Heute können wir deutsch reden und übersetzen zwischen einem Ehepaar aus der Schweiz, die vier Sprachen können, aber kein Englisch, und einem Paar aus Tennessee, die sehr schön für uns reden. War angenehm. 
Allerdings etwas früh – Toto, der Einteiler am Restauranteingang, hat uns gestern überredet, um 17:30 schon zu kommen. Er braucht ja auch ein paar Leute, die früh essen, sonst kriegt er sie nicht alle unter. Danach hat er uns gleich für morgen wieder so früh reserviert und uns dabei einen Zweiertisch versprochen. Ok, dann machen wir das mal.
Danach waren wir noch mal für eine Stunde draußen. Die Oosterdam fährt weg, in ihrem Fahrwasser gibt es Unterricht: große Adler zeigen ihrem Kleinen, wie man taucht und fischt! Neben uns steht eine Indianerin und ist total fasziniert und erklärt es uns. Da merkt man, was den Einheimischen ihre Natur bedeutet. Adler und Rabe haben sowieso eine besondere Stellung. Adler bleiben ein ganzes Leben lang zusammen. Wenn einer stirbt, bleibt der andere alleine.
Heute stehen mal Desinfizierer vor dem Schiff. Das ist das einzige Mal, wo sich jemand dafür interessiert, dass man das macht. Wenn ich da vergleiche mit der Millenium – die haben richtig genervt.
Dann bin ich bald ziemlich kaputt. Heute hält Axel länger aus, er hat im Bus und später nochmal geschlafen.

Man kommt sehr leicht mit den Amis ins Gespräch, es sind allgemein sehr angenehme und rücksichtsvolle Zeitgenossen.
Passagierzusammensetzung. Rentner ja, aber auch viele amerikan. Familien. Österreicher haben wir gehört, eine deutsche Reisegruppe fiel uns auf, weil der Leiter jemand aus unserem Ort ähnlich sieht. Sie sind von Studiosus.

2 Kommentare:

  1. MÜCKEN?????? Uahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh...

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  2. Im Wald gibts noch mehr. Hab ich das aufgeschrieben? Muss mal nachlesen...

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